3. Umzugstag

Veröffentlicht auf von frostwork

Da es unserem Kater schon nicht mehr so gut ging, hatten wir beschlossen, daß wir an diesem Morgen sehr zeitig losfahren werden, um die "letzten" Kilometer bis ins neue Zuhause zu schaffen. (es sind nur noch 860 km)

Ich glaube - unser Wecker klingelte 6:30 Uhr (und sowas nennt sich nun Urlaub). Schnell gefrühstückt und geduscht. Die Zelte wurden fix wieder abgebaut und verstaut und dann ging es wieder los auf die Straße.

Das nächste Zwischenziel war die Grenze zu Norwegen. OH Jeh - hoffentlich gibt es hier keine Komplikationen.


... und nein - es gab keine. Wir fuhren extra die "rote" Spur und Marco verschwand im "Zollhaus".
                                                Alles gut - und wir fuhren weiter.

... und fuhren ... und fuhren ... und fuhren. So 860 km können ganz schön lang sein. Kurz hinter Oslo war die E6 nun keine Autobahn mehr und war nur noch einspurig. Somit war ein schnelles Vorwärtskommen nicht mehr möglich. Einige kleinere Pausen gönnten wir uns - das lange Fahren schlaucht ganz schön.

Am Abend fuhren wir dann durch das Romsdal und machten einen Fotostopp an der Trollwand. (irgendwie habe ich hier nicht fotografiert - warum eigentlich nicht?). Jedenfalls ist schon das Romsdal alleine eine Reise wert. Es war schon so spät, dass wir in der Zwischenzeit fast allein auf der Straße waren. So langsam wurden wir alle müde. ABER - es war nun nicht mehr "weit" bis zum Ziel. Somit hieß es - DURCHHALTEN !!!

Kurz vorm Ende der Reise wurde es nochmal richtig spannend - schaffen wir die Fähre nach Sølnes oder nicht?

Wir haben sie geschafft - die vorletzte für diesen Tag. Nun lagen nur noch ca. 1,5 Fahrstunden vor uns. In der Zwischenzeit war es wiedermal dunkel geworden. Leider konnte man so nicht viel von der Landschaft sehen. Schade - vor allem für unsere Umzugshelfer.

Dann passierten wir die Krifast-Brücke und bezahlten unsere Maut und meinten, daß wir nun endlich gleich da sind. ABER - wie das so ist .... plötzlich standen wir - Bauarbeiten im Freifjordtunnel !!! - und das 10 km vor der Haustür.

Wir warteten ca. 20 Minuten auf das "Safety Car", welches uns durch den Tunnel und um die Baustellen führte. (Also, da fährt ein Auto vorneweg und leitet die Autoschlange durch die Baustellen - sowas gibt es in Deutschland nicht). Aber jetzt - von der RV 70 nach links und dann noch die restlichen 4 km bis zur Wohnung. Und dann - Feierabend.

Jetzt sah ich die Wohnung - mein neues Zuhause - zum ersten Mal - live. Uih - sie ist doch ganz schön klein.

Marco hatte unterwegs bereits mit unseren Vermietern gesprochen und zusätzliche Betten organisiert. In unserer Wohnung gibt es nur 3 Schlafplätze und keinen Platz für zusätzliche Matratzen o.ä. Unsere Vermieter stellten ihr Gästezimmer zur Verfügung. Hierfür nochmals tusen takk (vielen Dank).
Schnell noch etwas zum Abendbrot gegessen und ab ins Bett. In der Zwischenzeit war es auch Mitternacht geworden und wir konnten kaum noch die Augen aufhalten.

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